Geschichte

 

Die Geschichte der Ungarndeutschen (Donauschwaben) in Geretsried

 

Flucht und Ankunft im Jahr 1945

Am 7. Januar 1945 erreichte ein Treck aus 31 Pferdegespannen das oberbayerische Beuerberg. An Bord waren 73 ungarndeutsche Flüchtlinge aus der Gemeinde Pusztavám. Das Gebiet des heutigen Geretsried wurde zur zweiten und entscheidenden Station ihrer Flucht. Da die Landwirtschaft in Beuerberg langfristig nicht genug Lebensunterhalt bot, zog ein Großteil der Gruppe rasch weiter auf das nahegelegene Areal.

Ein Neuanfang auf geschichtsträchtigem Boden

Ab 1946 bot sich den Heimatvertriebenen auf dem Gelände von zwei großen, ehemaligen NS-Munitionswerken eine erste Lebensgrundlage. Die Pusztavámer Donauschwaben begannen dort, eigene Gärten zu bewirtschaften und sich mühsam eine neue Existenz aufzubauen. Mit beispielhaftem Fleiß und starkem Zusammenhalt bauten die Familien die noch vorhandenen Bunkeranlagen in dringend benötigten Wohnraum um.

Die Entstehung der „Ungarnsiedlung“

Durch den stetigen Zuzug weiterer Landsleute entwickelte sich zwischen dem heutigen Traubenweg und der Tulpenstraße schnell ein lebendiges Viertel. Da die Gemeinschaft fast ausschließlich aus ungarischen Donauschwaben bestand, bürgerte sich im Volksmund rasch der Name „Ungarnsiedlung“ ein. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz schufen die Familien nicht nur eine neue Heimat für ihre Kinder – sie legten damit gleichzeitig einen entscheidenden Grundstein für die spätere Entstehung und das Wachstum der heutigen Stadt Geretsried.

unten:

1. Fotoalbum

2. links Das Heimatbuch- erhältlich bei uns

3. rechts alter Stadtplan von Pusztavám (früher Ondód)