Geschichte
Damals flüchteten 73 Ungarndeutsche aus Pusztavám.
Geretsried war die zweite Station der Pusztavám-Flüchtlinge. Am 7. Januar 1945 sind die 73 Ungarndeutschen mit ihrem Treck aus 31 Pferdegespannen in Beuerberg angekommen.
Die Pustavámer, die in Beuerberg angekommen waren, konnten sich mit der Landwirtschaft nicht genug Geld verdienen, um sich ein neues Leben aufzubauen. Viele von ihnen sind nach Geretsried gezogen. Dort haben sie auf dem Gelände der beiden großen NS-Munitionswerke ab 1946 angefangen, ihre eigenen Gärten zu bewirtschaften. Hier haben auch heimatvertriebene Ungarndeutsche eine erste Arbeit gefunden.
Mit viel Fleiß und gegenseitiger Hilfe haben sie angefangen, vorhandene Bunker zu Wohnungen auszubauen.
Weil immer mehr ehemalige Pusztávamer hierher gezogen sind, ist zwischen dem heutigen Traubenweg und der Tulpenstraße eine Siedlung entstanden, die fast nur aus Ungarn-Siedlern besteht. Die heißt im Volksmund "Ungarnsiedlung". Sie haben sich richtig reingekniet, um für sich und ihre Kinder eine neue Heimat in Geretsried aufzubauen und haben so einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau der Stadt geleistet.
